Wie Gebet uns Kraft geben kann – TAW Input vom 16.09.16
Wie Gebet uns Kraft geben kann – TAW Input vom 16.09.16
18.09.16 

In Birte’s Andacht am Freitag ging es um die Frage: “Wie kann ich so beten dass das Gebet mich nicht Kraft kostet, sondern mir Kraft gibt?”

Wenn wir Markus 14, 32-42 lesen, sehen wir, dass es den Jüngern schwer fällt, beim Beten bei der Sache zu bleiben und nicht einzuschlafen. Das Problem kennt vermutlich jeder, der schonmal gebetet hat. Jesus dagegen zieht die Kraft, die er braucht um all das zu tun, was auf ihn zukommt, aus dem Gebet.

Ein Problem ist, dass wir wenn wir Beten oft die Beziehung, die wir zu Gott haben vergessen. Wir beten oft als eine Art Aufzählung. Zuerst zählen wir Sachen auf, für die wir dankbar sind und dann zählen wir die Sachen auf, die wir von Gott gerne hätten.  Dann haben wir irgendwann alle Punkte, die uns einfallen abgehakt, also sind wir fertig mit Beten.
Es ist nicht falsch, dass wir im Gebet Gott Danken und ihn um Sachen bitten, im Gegenteil, das sind wichtige Bestandteile vom Gebet ( Philipper 4,6). Aber wenn Gebet bei mir nur so eine Aufzählung ist, wie eine Liste die ich abhaken muss, dann verpasse ich was. Gebet ist viel mehr.

Gott möchte mit uns eine persönliche Beziehung haben, eine Beziehung zwischen Vater und Kind. Die ersten zwei Worte in seinem Gebet sind „Abba, Vater.“  Im Gebet möchte Gott nicht nur von uns informiert werden, er möchte uns begegnen, er möchte Zeit mit uns verbringen. Er möchte uns ermutigen und herausfordern, uns verändern.  All das passiert im Gebet wenn wir zu Gott als Vater beten und nicht nur als Geschäftspartner
Betest du um Gott zu informieren oder betest du um Gott zu begegnen und ihn kennenzulernen?

Der nächste Satz in diesem Gebet ist „Dir ist alles möglich.“ Das nennen wir Anbetung. Anbetung bedeutet kurz gesagt, Gott für das zu loben was er in sich selbst ist.

Warum sollten wir das machen?
Anbetung verändert nichts an unserer äußeren Lebenssituation, an den Umständen, an unseren Problemen. Aber Anbetung verändert unsere innere Haltung und Sichtweise, wenn wir uns bewusst machen, dass Gott größer ist als alles andere.
Deswegen gibt es uns neue Kraft wenn wir Gott anbeten. Und das nicht nur in irgendwelchen Problemsituationen.

Es gibt immer wieder Dinge in unserem Leben die den Stellenwert eines Gottes bekommen. Das sind die Dinge, von denen unsere innere Zufriedenheit und Hoffnung abhängt. Das Problem ist, dass diese Dinge nicht dafür gemacht sind, diese Bedeutung zu haben. Sie sind unsicher und wenn wir bei ihnen diese Hoffnung suchen, dann leben wir dauerhaft in Angst und Nervosität leben, dass sie uns enttäuschen. Bei Gott ist das anders. Er ist ultimativ gut und ultimativ sicher und das wird sich nicht ändern. Deswegen ist Gott das einzige, was Sinn macht anzubeten.

Zum Schluss gibt Birte 3 Tipps um Anregungen für Anbetung zu bekommen:
1) In die Natur gehen, sich Gottes Schöpfung angucken
2) Bibel lesen und mal darauf achten, was uns die Texte über Gott sagen
3) Lobpreis