Sünde (und Freiheit) – TAW Input vom 27.05.16
Sünde (und Freiheit) – TAW Input vom 27.05.16
28.05.16 

Am Freitag, den 27.05. sind wir in eine neue Themenreihe gestartet. Und zwar wollen wir uns die nächsten 3 Wochen mit dem Thema Sünde und Freiheit beschäftigen.

Was ist Sünde überhaupt und was hat dieser Jesus, der vor 2000 Jahren gelebt hat, mit meinen Sünden zu tun? – darum ging es diese Woche.

Vielleicht kennst du das Wort Sünde vor allem in einem moralischen Kontext: „Als Christ sollte es mein Ziel sein, so wenig wie möglich zu sündigen.“

Oder du denkst „Ich bin eigentlich ganz okay so. Was soll jetzt das Gerede mit der Sünde?“

Vielleicht hast du auch einfach noch gar nichts von Sünde gehört.

 

Das Wort „Sünde“ bedeutet im Original „Zielverfehlung“. Wenn ich am Bahnhof in den falschen Zug steige, dann werde ich am falschen Ziel ankommen. Und dabei ist es ganz egal, wie moralisch gut oder schlecht ich mich auf dieser Zugfahrt verhalte.

In 1. Mose 3 lesen wir über eine Trennung, die zwischen Gott und dem Menschen entstanden ist. Weil Gott das Leben ist, bedeutet von Gott getrennt sein so viel wie tot sein. Wer in diesem Tod ist, befindet sich in der absoluten Trennung von Gott und kommt da von alleine auch nicht wieder raus. Der Teufel freut sich…

Auch Jesus macht diesen Prozess durch. Er stirbt und ist absolut getrennt von Gott. (Matth. 27, 45-50) Der Teufel freut sich natürlich umso mehr. ABER damit hört es nicht auf. Jesus ist auferstanden, er hat also diese absolute Trennung zu Gott überwunden –> so absolut ist sie nicht mehr. Jesus hat uns quasi eine Hintertür geöffnet, es gibt einen Weg raus aus diesem Tod.

Dass Jesus unsere Schuld auf sich nimmt, ist nicht das Einzige, was am Kreuz passiert ist. Wir sind mit Jesus gestorben und mit ihm wieder auferstanden. In der Taufe bekennen wir Christen das.

Und wenn ich mit Jesus sterbe, dann bin ich zunächst einmal tot. Damit ist die Frage, die du spontan vielleicht mit Sünde verbindest, wie viel ich gesündigt habe, oder ob mein Verhalten ganz okay war, auf einmal irrelevant.

Ich bin ein neuer Mensch und ich darf in einer ganz neuen Freiheit leben.

Das klingt erstmal sehr abstrakt und schwer vorstellbar. Daher wollen wir uns nächste Woche damit beschäftigen, wie diese Freiheit aussieht und was das mit meinem Leben macht.