Lebenszeugnis – Input vom 18.11.2016
Lebenszeugnis – Input vom 18.11.2016
20.11.16 

Diesen Freitag war Eva Wong Sosemito bei der TAW, die aus ihrem Leben mit Gott erzählt hat.
Zum einen stellen sich die meisten jungen und alten Menschen die Frage: Was ist Gottes Wille für mich? Die meisten jungen Leute fragen sich das nach der Schule, Ausbildung oder dem Studium, was eigentlich Gottes Wille für einen selbst ist.
Im 1. Timotheus 2, 4 steht Gottes Wille: Er will, dass alle Menschen gerettet werden und seinen Namen kennen. Das ist Gottes Wille, aber ist das auch sein Wille für mich ganz persönlich? Es ist wichtig, Gottes Plan für sein eigenes Leben zu kennen, damit man sich einfügen kann. Dann ist man am glücklichsten und man fühlt sich am wohlsten, selbst wenn man Angst hat, dass es manchmal schwer ist oder neu.
Früher glaubte Eva, dass die Bibel ein Märchenbuch sei, für sie gab es Gott nicht. Doch träumte sie durchaus davon, dass es jemand höheres geben musste, jemanden, dem sie ihre Wünsche nennen konnte und er sie dann erfüllte. Jemand, der einfach alles kann, einen Gott.
Mit 18 Jahren kam Eva zum Glauben, andere Jugendliche erzählten ihr von diesem Gott und sie fing an Bücher zu lesen, die vor allem von Missionsarbeit handelten. Sie war bereit alles zu tun, alles für diesen Gott und sie glaubte, dass er sie nach Japan schicken wollte, dass sie dort auf Mission gehen sollte. Das war ihr Wunsch, den sie nicht mehr aus dem Kopf bekam.
An einem Abend kam ein Mann in ihre Jugendgruppe und erzählte von einer Bibelschule in der Schweiz. Eva war gebannt von seinen Worten und sie wusste: Da muss ich hin! Sie fragte ihn, wann sie dahin könnte, wann das Semester anfängt und er meinte, dass sie sich noch ein wenig gedulden musste. Das nächste Semester fängt in 12 Tagen an und das bewerben allein dauert 6 Monate. Doch Eva wollte unbedingt dahin, noch das kommende Semester, doch wie sollte sie das schaffen? Sie hatte nur noch 12 Tage, keinen Reisepass, kein Visum für die Schweiz (das brauchte man zu der Zeit noch), kein Geld und angenommen war sie da auch nicht. Wie sollte das also gehen?
Viele hätten aufgegeben und auf nächstes Jahr gewartet. Das alles war unmöglich zu schaffen. Doch Eva vertraute Gott. Wenn er sie dahin schicken wollte, noch das kommende Semester, dann würde er das auch schaffen, er ist unfehlbar. Doch damit Gott etwas tun konnte, musste Eva auch anfangen! Glaube heißt Bewegung! Wenn sie kapituliert und es abgehackt hätte, wäre das nichts mehr geworden.
Doch sie tat einen ersten Schritt: sie schrieb der Direktorin der Schule einen Brief, erklärte ihr ihre Situation und das sie super gerne noch dieses Semester anfangen würde. Sie vertraute Gott und die Antwort kam: ausnahmsweise wurde sie noch für dieses Semester angenommen, ausnahmsweise durfte sie dort wohnen, komplett kostenfrei und ohne Studiengebühren! Der erste Teil war getan, jetzt brauchte sie einen Reisepass und sie hatte noch 10 Tage Zeit. Eigentlich dauert es 3 Monate, ehe man einen Pass bekommt. Sie sammelte alle Unterlagen zusammen die sie brauchte, nahm den Brief der Direktorin mit und ging los, um sich den Pass zu besorgen. Der Mann am Schalter las sich den Brief durch, nahm die Unterlagen und gab ihr sofort einen Reisepass! Nun brauchte sie noch ein Visum. Sie hatte eine Freundin die bei einer Firma arbeitete, die mit Lastern fuhren. Sie wollte es organisieren, dass Eva bei einem Laster mit nach Hamburg fahren konnte, wo sie das Visum beantragen musste. Es klappte, sie nahm alle Unterlagen und fuhr im Laster zwischen 2 Männern mit. Sie ließen sie in Hamburg raus und wollten sie gegen Abend wieder aufgabeln und zurück bringen. Eva ging zur Botschaft und dann sah sie das Schild: Heute geschlossen.
Da war sie erstmal baff und erschrocken. Gott machte doch keine Fehler, er hat sie schon so weit gebracht, da konnte sie doch nicht an diesem Schild scheitern. Sie hatte noch nicht viel in der Bibel gelesen, war noch jung im Glauben, doch das wusste sie. Sie fing an zu beten, vertraute Gott vollkommen, dass er sie in die Schweiz bringen würde und dann sah sie die Klingel. Sie klingelte einmal und es kam niemand. Sie dachte wieder, Gott macht keine Fehler und klingelte ein zweites Mal. Da erschien eine Frau, sie zeigte auf das Schild und wollte die Tür wieder schließen. Eva hielt sie davon ab, erklärte ihr ihre Situation, dass sie in 3 Tagen in die Schweiz musste und dieses Visum brauchte. Auch ihr gab sie den Brief.
Die Frau sagte, Eva solle in 2 Stunden wieder hier klingeln. Sie ging spazieren, der Februar war kalt und so vertrieb sie sich die Zeit. Dann kam sie wieder, klingelte und die Frau drückte ihr das Visum in die Hand und machte die Tür wieder zu. Eva hatte das Visum gekriegt! Obwohl die Botschaft geschlossen hatte! Sie hatte so fast alles zusammen was sie brauchte, bis auf das Reisegeld. Was sie nicht wusste: Ihre Jugendgruppe hatte für sie gesammelt. Sie schenkten ihr einen Koffer und eine Reisetasche (was Eva nicht hatte) und genug Geld für die Reise.
Eva hatte in 12 Tagen alles bekommen was sie brauchte und konnte noch dieses Semester zur Bibelschule gehen.
Wenn man an Gott glaubt, muss man in Aktion bleiben. So kann er auch handeln, wenn wir etwas tun. Wenn wir nur da sitzen und Gott sagen: ja, wenn du willst dann mach mal, was soll er tun? Mit einem zusammen kann er handeln.
Eva ging dann zur Mission. Sie dachte zuerst, es sollte Japan sein, doch erkannte sie in der Bibelschule, dass Gott sie in Südamerika haben wollte. Dort lernte sie ihren Mann kennen, bekam 3 eigene Kinder und 13 angenommene und zieht immer noch los für Gott, um von ihm zu erzählen, auch heute noch mit 83 Jahren. Sie betrieb Jugendarbeit, Kinderarbeit und Kindergottesdienst mit zu anfangs 6-7 Kindern. Sie wusste, dass es viel mehr gab, jeden Tag sah sie sie zur Schule gehen und wieder nach Hause kommen. Sie bat an einer christlichen Schule um einen Raum, um dort eine Sonntagsschule machen zu können und erzählte in den Klassen davon. Sie bat, dass jeder jemanden mitbringt und es kamen direkt 80 Kinder. Es gefiel ihnen und es wurden so immer mehr, nach 2 Jahren waren es 300 Kinder. Sie begegnet den Kindern überall auf der Welt, sie sind erwachsen und Pastoren, Worshiper und Missionare geworden.
Sie hat ihr ganzes Leben lang Gott vertraut, sie tut was er will, wenn es Zeit dafür ist. Wie es im Hebräerbrief steht: Wir machen Gott Freude, wenn wir ihm vertrauen.