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20.02.10 21:57

musik-rezension - mumford & sons

von: kho

sigh no more

meist schreibt das leben ja die besten geschichten...

... und wenn marcus mumford und seine kumpanen eins können, dann ist es dies mit liedern zu erzählen. geschichten, von denen man meint, sie schon mal gehört zu haben. im pub sitzend, draußen regen und der typ da vorne muss schon wieder seine trennung aufarbeiten. so mit schreien und den zwischendurch leiseren tönen.

und irgendwie denkt man: lass mich in ruhe! dein rumgeheule geht mich nichts an! aber irgendwie ... so einfach ist es auch nicht. da steckt mehr drin – ein “echtes, wildes leben” abseits von facebook und kaffeeklatsch. und ja, so manches kennt man auch aus dem eigenen leben.

bei dieser band will man alle töne hören: die lauten und die leisen. man will ihren geschichten zuhören. sie machen es einen aber auch leicht.

weil gute musik und texte einen daran erinnern, dass sie einem prinzip folgen. nämlich nicht nur zu unterhalten, sondern auch zu erzählen und den hörer auf diese reise einzuladen, die leben heißt. dieses leben verpacken sie in worte, die alles das zulassen, was es ausmacht.

sie sind selbst träumer und kämpfer geblieben, die es einem leicht machen, in das kämpfen und träumen mit einzustimen. „awake my soul“ (erwecke/erwache meine seele). oder „there will come a time you’ll see with no more tears“ (es wird eine zeit kommen, du wirst sehen, ohne tränen).

aber das gute hier ist, dass es nicht aufgesetzt wirkt. nicht religiös (christlich?), obwohl sich diese assoziation nicht verleugnen lässt.

sondern so selbstverständlich und dazugehörig. und das kann man dann auf sich wirken lassen.

mit banjos, trommeln, einem kontrabass und einer markanten stimme von marcus mumford. die musik bricht sich an der richtigen stelle bahn und lässt einen ebenfalls nicht unberührt.

es hatte also doch was, sitzenzubleiben. mit regen draußen.

daten: mumford & sons “sigh no more”, cooperative music (universal), zwischen 15€ und 20€


was meinst du denn dazu?

* absolut notwendiges feld

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vom leben zwischen den gottesdiensten...

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