TAW-Gedanken zum Advent – Was ist schon normal?
TAW-Gedanken zum Advent – Was ist schon normal?
27.11.16 

Das TAW-Homepage Team äußert an den Wochenenden bis Weihnachten seine Gedanken zur Advents- und Weihnachtszeit.

Erster Advent: Wir sitzen mit der Familie zusammen, zünden eine Kerze an, essen vielleicht Selbstgebackenes und unterhalten uns. Nichts besonderes eigentlich. Ganz normal, oder? Aber machen wir das jeden Sonntag so?

Eher nicht. Also doch nicht so normal? Was ist denn normal? Einige würden sagen, dass „normal“ manchmal so ist und manchmal halt so

Immer wieder taucht in unserer Gesellschaft die Flüchtlingsproblematik auf. Ich stelle mir vor, (vor allem an solchen Tagen wie dem 1. Advent) wie es sein muss zu Fuß aus dem Land zu fliehen in dem man aufgewachsen ist. Wie es ist durch Schnee und Matsch zu laufen.

Ist es jetzt das eine so, also gut, oder das andere so, also schlecht, „normal“ darüber nachzudenken?

Beides würde ich sagen: Gut, dass man sich mit dem Thema beschäftigt und schlecht, dass es so etwas auf der Welt gibt. ABER: Gehört es nicht zum Advent dazu, dass man sich über Gutes und Schlechtes Gedanken macht? Vielleicht auch, damit man an Lösungen arbeitet für eben solche Probleme?

Oder ist das zu normal? Sagt man „normal“ vielleicht einfach so, frei von der Leber weg, ohne nachzudenken? Sagt man das halt so?

Ich finde es klingt blöd. Es klingt so, als ob man nichts Schönes mehr erlebt. „Normal“ heißt „so wie immer“.
Dabei ist kaum etwas so wie immer.
Und nichts ist normal.

Ich sage manchmal auch einfach „normal“.

Ich habe mir aber vorgenommen für die Adventszeit nicht alles „normal“ zu finden. Mir ist aufgefallen, dass ich manchmal einfach vergesse, wie schön das Leben ist. Wie schön solche Momente mit der Familie am ersten Advent sind. Ich nehme mir vor, auch bei schlechten Nachrichten etwas positives zu entdecken. Ich fühle mich dadurch besser. Ganz schön Unnormal…

Dir und deiner Familie eine gesegnete Adventszeit, Jens.