Fokus

Freizeit

Endlich Feierabend! Endlich Wochenende! Und was nun…?
…erst mal kurz entspannen! Nach ein paar Stunden… Ups…!

Kennst du das?? Nur kurz eine Serienfolge zum Feierabend schauen und dann doch auf dem Sofa versackt? 🙂

In diesem Artikel soll es um einen wichtigen Teil unseres persönlichen Lebens gehen – unsere Freizeit. Ich habe mir die Frage gestellt: Gestalten wir unsere Freizeit grundsätzlich mit den richtigen Dingen? Sind unsere Erholungsphasen wirklich effektiv?

Wenn man diese Fragen beantworten möchte, macht es Sinn sich über den Wert von Freizeit Gedanken zu machen. Freizeit ist für mich sehr wertvoll, weil wir uns und Anderen in dieser Zeit Gutes tun und unser Leben gestalten können:
Wir können Freunde treffen, etwas Neues erschaffen oder erlernen, feiern, uns persönlich weiter entwickeln, einem Hobby nachgehen, zocken, Filme schauen, schlafen und entspannen und noch sehr viel mehr.

Wenn du einmal bei dieser Aufzählung innehältst; welche Aktivitäten oder Ruhephasen sind in Deiner Freizeit aktuell besonders ausgeprägt?

Ich könnte mir vorstellen, dass es Anderen häufig ähnlich wie mir ergeht:
Ich arbeite viel, erledige zusätzlich noch etwas oder treibe Sport und brauche nach einem anstrengenden Tag unbedingt Raum für Erholung.
Dieses Muster wiederholt sich Tag für Tag und dabei „rast“ die Zeit sprichwörtlich. Ich fühle mich manchmal wie in einem immer wiederkehrenden Ablauf und Zeit empfinde ich als Mangelware.

Unsere freie Zeit ist tatsächlich kostbar und sollte daher so gut wie möglich gefüllt werden! Wir sollten genügend Zeit zur Erholung einplanen und diese Zeit mit Dingen füllen, durch die wir wieder „auftanken“. Einerseits kann man durch körperlich anstrengende Aktivitäten (z.B. Joggen), andererseits durch entspannende Aktivitäten (bspw. Lesen), Körper, Seele und Geist regenerieren.

Ich bin der Meinung, dass es mir bisher oft nicht gelungen ist, meine Freizeit gut zu füllen. Vielleicht geht es Anderen ähnlich… Nehmen wir einmal das Beispiel Abendgestaltung:
Oftmals füllte ich freie Abende mit Filmen und erhoffte mir dabei „so richtig“ entspannen zu können und mich hinterher glücklich und zufrieden zu fühlen. Diese Hoffnung ist meistens enttäuscht worden!

Interessanterweise kann ich die genauen Gründe gar nicht nennen. Im Folgenden möchte ich stattdessen einige Gedanken weiter geben:

Video-Portale, YouTube, Facebook und Co. 

Ein wichtiger Aspekt ist, dass die Zeit vor einem Display „rast“ – ganz gleich, ob ein Video-Portal, YouTube oder Facebook und Co. genutzt wird. Angesichts des heutigen Zeitmangels ein kritischer Aspekt! Damit stellt sich auch die Frage, ob die Inhalte genauso kostbar wie unsere Zeit sind und ob sich die Zeitinvestition lohnt.

Außerdem sind bspw. Sorgen nach einem Film noch genauso da wie vor einem Film. Ich persönlich kann mich an den wenigen guten Filmen, die es gibt, erfreuen, aber das ist nur eine kurzzeitige Ablenkung. Als Christ kann ich meine Sorgen meinem fürsorglichen Gott anvertrauen und auch mit Freunden und Familie besprechen.

Ein weiterer Aspekt ist, dass Jeder individuelle Talente hat, die er auch in seiner Freizeit einsetzen kann. Wir können Aktivitäten ausüben, die uns körperlich, sozial oder geistig in guter Weise fordern, so dass wir Freude daran haben oder uns weiter entwickeln. Bspw. beim Sport kann ich Glücksmomente erleben, die ich niemals auf meinem Sofa vor dem TV erleben könnte.

Nicht zuletzt verzichten wir bei dem genannten Konsumverhalten auf echte soziale Kontakte, die wir Menschen brauchen.

Wie können wir unsere Freizeit gut gestalten?

Ich glaube, dass wir unsere Freizeit dagegen wirklich auskosten wenn wir uns mit anderen Menschen treffen, feiern, ein Buch lesen, schlafen, Musik hören, usw. Ich bin überzeugt, dass Jeder von uns schon viele sinnvolle und wirklich erholsame Möglichkeiten für die Freizeitgestaltung kennt.
Es könnte sein, dass wir uns sehr an den intensiven, passiven Konsum von digitalen Medien gewöhnt haben und dieses Verhalten als normal ansehen.

Wer an dieser Stelle Bedenken bei diesem Konsumverhalten hat, dem schlage ich vor diesen Konsum realistisch auf ein gewisses Maß einzuschränken. Dabei könnte es helfen einer oder mehreren Personen dein neues „Limit“ mitzuteilen und dich auch hinterfragen zu lassen, ob du unter dem Limit geblieben bist. Notiere dir dazu doch einfach mal die Zeit, die du bspw. vor dem Fernseher verbracht hast.

Außerdem schlage ich vor, dass du die gewonnene Zeit nicht für Erledigungen nutzt. Nutze die Zeit probeweise für etwas, das du sonst nur selten machst. Ich persönlich genieße es bspw. ein Buch im Urlaub zu lesen, “gönne” es mir allerdings auch nur im Urlaub. Warum eigentlich? 🙂

Dir werden nach und nach immer mehr Aktivitäten einfallen, um freie Zeit entweder entspannend oder in z.B. körperlicher Weise fordernd zu verbringen. Sei „außergewöhnlich“ und mach‘ was Gutes aus deiner Freizeit! 🙂

Viele Grüße,
euer Tobi