Auferstehung
Auferstehung

Wir hatten ja gerade Ostern. Passend dazu möchte ich einen Gedankenanstoß geben.

Ich habe mich vor einiger Zeit mit einer älteren Person unterhalten. Ich bin selber Christ und wir kamen auf das Thema Christsein. Ich fragte mich schon länger, ob diese Person Christ wäre.

Im Laufe des Gesprächs fiel dann der Satz: „Es ist immer etwas Anderes wichtig gewesen und ich habe mich nie richtig damit beschäftigt.“

Vielleicht fragt sich manch einer von euch, welche Bedeutung Jesus Christus für heutige Menschen hat. Oder wer er war. Und was die Auferstehung sein soll.

Ich versuche einmal im Folgenden auf diese Fragen einzugehen. Bitte schreck nicht gleich zurück wenn ich das Wort „Bibel“ in Zusammenhang mit Jesus verwende… 😉

Die Bibel enthält viele Geschichten und Aussprüche von Jesus. Auch schon im „Alten Testament“, also vor der Geburt Jesu, finden sich viele Stellen, die auf Jesus hindeuten.

Jesus hat viel in „Gleichnissen“ geredet. Gleichnisse sind Erzählungen, die etwas anschaulich erklären. Eines will ich euch kurz erzählen, um auf die obigen Fragen einzugehen.

Einmal hat Jesus das Gleichnis von den bösen Weinbergpächtern erzählt (s. Matthäus 21, 33 ff.). In dem Gleichnis geht es darum, dass ein Weinbergbesitzer sein Hab und Gut Pächtern überlässt, die sich weigern, ihm seinen Anteil auszuzahlen. Die Pächter bringen alle Diener um, die der Besitzer schickt. Zum Schluss wird auch der Sohn des Besitzers umgebracht.

Es ist kein Zufall, dass Jesus diese Geschichte erzählt. Er erzählt sie den Leuten, die ihm nicht freundlich gesinnt waren. Diese Leute ließen ihn später ans Kreuz nageln. Jesus wusste also schon vor seinem Tod, dass es so kommen würde wie im Gleichnis von den Weinbergpächtern.

Jesus zitiert im Anschluss folgende Stelle aus dem Alten Testament (Psalm 118, 22-23, Neue Genfer Übersetzung 2011):

„Der Stein, den die Bauleute für unbrauchbar erklärten, ist zum Eckstein geworden. Das hat der Herr getan, und es ist etwas Wunderbares in unseren Augen.“

Jesus ist dieser „Eckstein“ geworden. Jesus ist der Sohn Gottes und war gleichzeitig der einzige fehlerfreie Mensch. Gottes Plan war es, ihn stellvertretend für uns sterben zu lassen, so dass wir von aller Schuld durch unsere menschlichen Fehler befreit werden können.

Die „Vergebung“ unserer Schuld ist jedoch nur dadurch möglich, dass Jesus auch wieder auferstanden ist. Die Auferstehung ist genauso Bestandteil von Gottes Plan wie das Sterben Jesu. Man kann sie daher nicht einfach weglassen.

Aber was ist die „Auferstehung“? Eigentlich genau so wie es das Wort „Auferstehung“ sagt: Gott hat seinen Sohn Jesus nach drei Tagen auferweckt. Das ist krass und es ist schwer vorstellbar. Aber deshalb heißt es ja auch „Glaube“. Der Glaube, also das Vertrauen auf die Verlässlichkeit der biblischen Aussagen, kann man lernen – ohne dabei den Verstand abschalten zu müssen.

Ohne die Auferstehung wäre der Glaube völlig Sinn entleert. Die Auferstehung ist im Gegenteil sogar absolut wichtig. Das macht auch der Leitvers aus 1. Korinther 15, 20 deutlich. Dieser Vers sagt aus, dass die Christus-Gläubigen nicht tot bleiben werden, sondern dass sie eines Tages auferweckt werden.

Auf dieses Geschenk, dann bei und mit Gott leben zu dürfen, dürfen sich die Christen schon heute freuen. Auch wenn man sich das – schon wieder – schwer vorstellen kann! 😉

Ostern feiern die Christen übrigens die Auferstehung Jesu Christi, der Karfreitag ans Kreuz genagelt und ins Grab gelegt wurde.

Um auf mein Gespräch am Anfang zurück zu kommen:

Ich möchte Sie bzw. dich ermutigen, Jesus eine Chance zu geben. Es ist möglich Jesus kennen zu lernen und das ist richtig schön! Vielleicht wurdest du von Christen enttäuscht oder du bist von Gott enttäuscht. Das wäre wirklich schade. Ich möchte dich ermutigen, dich dennoch auf den Weg zu machen.

Jesus ist der, an dem sich später alles messen wird und an dem es kein „Vorbei“ gibt – er ist der „Eckstein“.

Euer Tobi!